Allen Gästen, allen Handballfans und allen HSG‘lern, die uns und dem Verein die Treue halten, ein herzliches Willkommen und schön, dass Sie da sind!


Jedes Jahr geht es in den Berichten der einzelnen Mannschaften immer darum, zurück zu blicken, ein Fazit über die vergangene Saison zu ziehen und dann aber auch möglichst einen positiven Blick gleich wieder nach vorne zu richten. Daran wird sich auch nicht wirklich etwas ändern, aber ehrlich gesagt fällt mir der Rückblick und ein Fazit zur vergangenen Saison eher schwer.

Platz 7, nur 19:25 Punkte erzielt, 608 Tore geworfen, 621 Treffer kassiert, daraus ergibt sich im Durchschnitt pro Spiel ein schlechtes Ergebnis von 27:28 bei 12 Niederlagen, 1 Unentschieden und nur 9 Siegen…

Dies sind definitiv keine Ergebnisse, die weder meinem eigenen Anspruch an mich, noch dem Leistungsvermögen meines Teams in irgendeiner Art und Weise gerecht werden oder besser gesagt, mit denen ich in irgendeiner Form zufrieden sein kann. Es gibt immer ein paar Gründe, wenn es einmal in einem Spiel nicht so gut läuft, aber auch schlechte Spiele müssen gewonnen werden, wenn man als Team ganz oben stehen will. Es gibt in jeder Saison ebenso 2-3 schlechte Spiele, wo einfach nichts zusammen läuft, alles irgendwie schief geht und das ist auch absolut kein Beinbruch und damit kann ich auch umgehen, es akzeptieren. Wenn es aber dann eher umgekehrt ist und die eigene Mannschaft nur 6-8 gute Spiele abliefert, dann entstehen Selbstzweifel, Frust, Wut und Enttäuschung.

Erschreckend waren vor allem die zahlreichen Verletzungen über die gesamte Saison. Bereits in der Hinrunde mussten immer wieder 2-3 Spieler auf verschiedenen Positionen ersetzt werden und mit dem frühen Ausfall von Marius Blind fehlte eine wichtige Säule in der Abwehr. Als wir im letzten Saisonspiel vor Weihnachten endlich einmal vollzählig und fit waren, glänzte die Mannschaft mit einem sensationellen 41:31 Auswärtssieg beim TSV Asperg. Das gab richtig Mut und als dann noch der SV Kornwestheim 2 in eigener Halle mit 28:26 zum Start der Rückrunde geschlagen werden konnte, schöpften alle wieder die Hoffnung, ein gutes Saisonergebnis zu erzielen.

Leider hatte sich in diesem Spiel Yannick Hüther (Mittelfussbruch) so schwer verletzt, dass er nach Marius Blind der zweite Spieler war, der im weiteren Saisonverlauf nicht mehr eingreifen konnte. Es war wie verhext, denn zu diesen beiden Langzeitverletzten kamen immer wieder 2-3 weitere Stammspieler, wie z.B. Finn Graykowsky, Paul Mayerhöfer, Roman Mattheis usw. hinzu. Rekord waren fünf fehlende Stammspieler und dies kann in der Bezirksliga kein Team kompensieren. Dennoch ist dies keine Entschuldigung für die teils gezeigten schlechten Leistungen und vor allem für die fehlende kämpferische Einstellung.

Was macht man nun als Trainer? Man sucht nach neuen Ideen in den Trainingseinheiten, versucht die Defizite vom Vorjahr abzustellen, setzt neue Akzente, löst sich von „alten“ Prinzipien und geht mit neuem Elan, mit Vollgas und Freude und dem guten Glauben an das Team in die Vorbereitung.

Erfreulich war für mich der Neuzugang von Thomas Lauster (bisher SV Kornwestheim 3), der super zum und ins Team passt und richtig neuen Schwung mitbrachte. Eine weitere große Überraschung war die Entwicklung von unserem Youngster Mika Weller, der sich hervorragend entwickelt und sehr gute Chancen hat, sich einen Platz bei den Herren 1 zu ergattern. Enorm wichtig für mich und für die Mannschaft waren die Zusagen von beispielsweise unserem heiß umworbenen Yannick Hüther, Lukas Hölzel... einfach gesagt, von ALLEN, denn ich brauche JEDEN!!!

Mit Bernd Weller als neuen Trainer der Herren 2 und Gerald Marx als Torwarttrainer kamen weitere gute Komponenten hinzu. Wir haben uns frühzeitig zusammengesetzt und eine gemeinsame Strategie für die ersten 4-5 Wochen der Vorbereitung für beiden Mannschaften erarbeitet. Die Gespräche und der Austausch zwischen uns Trainern hilft uns gegenseitig und dadurch wird es auch gelingen, die einzelnen Spieler individuell besser weiter zu entwickeln. Gemeinsamen Erfolg werden wir aber nur dann haben, wenn jeder Spieler in jedem Training 100 % abruft, an sich und die Mannschaft glaubt.

Mit Prognosen und Ziele für die kommende Saison tue ich mich in Anbetracht des letztjährigen Verlaufes schwer. Aufsteiger Tamm hat auf gut schwäbisch gesagt „saumäßig“ eingekauft, SV Kornwestheim 2 hat den Aufstieg in die Landesliga nicht geschafft, mit Absteiger Oßweil kommt kein leichter Gegner in die Bezirksliga zurück, Sulzbach hat einen neuen Trainer und damit eventuell neuen Schwung und so wird es noch den ein oder anderen Verein geben, der in der Bezirksliga wohl oben mit mischen wird. Und die HSG? Ich wünsche mir, dass wir für all den Schweiß, den wir in der Vorbereitung vergossen haben, am Ende der Saison mit einer sehr guten Platzierung belohnt werden und stolz auf unsere Einstellung, unseren Kampfgeist, einfach auf uns sein können.

Ihnen/Euch sagen wir schon heute DANKE – DANKE für Ihre/Eure Unterstützung, Ihr/Euer Kommen!!!  


Trainer Martin Wittlinger