Am Samstag war in der Stadionhalle in Marbach der Aufstiegskandidat HB Ludwigsburg zu Gast bei der HSG.

Vermutlich dachten die meisten Zuschauer, dass dies eine eindeutige Partie für die Ludwigsburger werden würde.

 

 

 

Dies schien sich zwar in den ersten 2 Minuten auch so abzuzeichnen, aber dann fing sich die HSG und kam nach einem tollen Treffer von Kreisläufer Andi Horst zum 3:3 Ausgleich. Die Ludwigsburger machten viel Druck im Angriff, aber die HSG Abwehr stand gut. Dennoch gelangen den beiden auffälligsten Ludwigsburger Spielern Yannick Herleth (Rückkehrer aus der Württenbergliga) und Oliver Cicione immer wieder einfache Tore. Durch überhastete und unplatzierte Würfe lag die HSG in der 22. Spielminute mit 9:14 im Hintertreffen. Durch einen Wechsel im HSG Gehäuse und durch eine sensationelle Leistungssteigerung kam die HSG zurück. Marius Blind, abermals Andi Horst, David Holwarth, Daniel Blaschke und Thomas Lauster sorgten mit ihren Treffern dafür, dass der Abstand auf 14:16 verkürzt werden konnte und die Ludwigsburger wurden leicht nervös. Ausschlaggebend dafür war unter anderem eine engere Deckung gegen Oliver Cicione und tollen Paraden von Torhüter Luca Frey. Kurz vor der Halbzeitpause erhielt die HSG eine eigentlich vermeidbare und auch nicht ganz nachvollziehbare Zeitstrafe. Die Übrzahl konnte von den Ludwigsburgern nicht genutzt werden. Dafür hämmerte Marius Blind den Ball 10 Sekunden vor dem Pausenpfiff zum 15:16 Anschlusstreffer in die Maschen. Die HSG war dran. 

 

Den besseren Start in die zweite Spielhälfte hatten die Ludwigsburger. Die HSG lag mit 3 Toren zurück, ehe die beiden Rückraumspieler Mika Weller und vor allem dann auch Paul Strähle immer besser ins Spiel fanden. Nach 44 Minuten stand es 22:22 und die HSG war absolut auf Augenhöhe. Auch die Zuschauer merkten, da ist doch mehr drin wie erwartet. Die HSG’ler kämpften um jeden Zentimeter in der Abwehr, gaben Gas im Angriff und agierten clever. Eigentlich scheiterten sie eher an ihren eigenen kleinen Fehler, als an der Stärke der Ludwigsburger. Erneut war es Paul Strähle der mit seinem Tor zum 26:26 in der 53. Minute auf Seiten der HSG Hoffnung auslöste. Der direkte Angriff der Ludwigsburger konnte abgewehrt werden und nun hatte die HSG die Chance vorzulegen. Die beiden Unparteiischen aber entschieden im darauf folgenden Angriff auf Schrittfehler von Thomas Lauster, was auf HSG Seite verständlicherweise enormen Unmut auslöste. Die letzten 6 Spielminuten waren geprägt von enormen Emotionen und tollem wechselnden Schlagabtausch. Ludwigsburg legte vor. HSG glich aus. Vergebener Strafwurf von Ludwigsburg, Stürmerfoul von HSG, Erneute Führung von HB, vergebene Chance der HSG. Am Ende gelang den Ludwigsburgern noch wenige Sekunden vor Schluss ein weiterer Treffer zum 27:29 Endstand. 

 

„Meine Jungs haben ein tolles Spiel mit einer top Mannschaftsleistung abgeliefert, aber dafür können wir uns leider nichts kaufen und 1 Punkt hätten wir echt verdient gehabt“, äußerte sich Trainer Martin Wittlinger kurz nach dem Spiel.       

Am Samstag, 05.10.2019 muss die HSG um 20:00 Uhr zum Auswärtsspiel nach Sulzbach, die in der vergangenen Saison von der Landesliga wieder abgestiegen sind.  

 

Es spielten: Emre Baykara und Luca Frey, Marc Beerwart, Daniel Blaschke (7/5), Thomas Lauster (1), Tim Layher, Samuel Inca Pilco, Marius Blind (2), Andi Horst (5), Paul Strähle (5), David Holzwarth (1), Mika Weller (5), Finn Graykowski (1).

 

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