• HSG unterliegt nach toller Leistung nur knapp in Sulzbach

    Es war alles andere als eine eindeutige Sache beim Auswärtsspiel der HSG Marbach-Rielingshausen beim Tabellenzweiten der HSG Sulzbach/Murrhardt. Trotz großer Personalprobleme von 4 fehlenden Stammspielern machte die HSG den Sulzbachern das Leben mehr als schwer und hielt die Partie bis zur 57. Minute offen.

    „Wir hätten mindestens 1 Punkt verdient und was die Jungs heute einstellungsmäßig gezeigt haben war absolut aller Ehren wert. Am Ende hat uns etwas die Cleverness und Konzentration gefehlt. Das Spiel hat viel Kraft und Energie gekostet und leider war das Glück mal wieder nicht auf unserer Seite. Dennoch bin ich sehr zufrieden auch wenn wir mit leeren Händen ohne Punkte nach Hause fahren müssen“ sagte Trainer Martin Wittlinger leicht heiser nach dem Spiel.

    Die HSG musste ohne 4 Stammspieler, dafür mit den beiden A-Jugendspielern Nick Duffner und Lennart Schüle, zum schweren Auswärtsspiel in Sulzbach anreisen. Den besseren Start hatte eindeutig die HSG, denn die Jungs von Trainer Martin Wittlinger waren von der ersten Sekunde hellwach. Nach 5 Minuten lag die HSG mit 5:3 in Front. Langsam fingen sich die Sulzbacher und schafften relativ schnell den 5:5 Ausgleich. Dennoch kämpfte die HSG aufopferungsvoll und Torhüter Sebastian Klöss konnte einige Würfe super parieren. Nach Treffern von Yannick Hüther und Lukas Hölzel zum 10:8 gab dies erneut einen Ruck im HSG Team. Sulzbach brachte nun immer wieder ihren Kreisläufer Philipp Nentwich ins Spiel und der konnte aufgrund seiner Erfahrung aus der Württembergliga seinen Chancen konsequent unterbringen. Es entwickelte sich ein ständiger Schlagabtausch. Als Simon Blaschke in der 25. Minute einen Konter souverän zum 14:12 für die HSG versengte waren die Marbacher Fans begeistert. Ärgerlich war aber, dass in der Folge 2 Bälle leichtfertigt durch technische Fehler vergeben wurden und Sulzbach jeweils ihre Angriffe erfolgreich abschließen konnten. Trotzdem ging die HSG mit einer hauchdünnen 16:15 Führung nach Treffern von Paul Strähle und Yannick Hüther in die Pause.

    Die HSG kam hochmotiviert wieder aufs Spielfeld zurück. Man konnte den Spielern ansehen, dass sie alles geben, um aus Sulzbach Punkte mit zu nehmen. Stefan Schubring erhöhte mit einem Überraschungswurf auf 17:15. Es gelang leider der HSG nicht auf sogar 3 Tore weg zu ziehen, weil 2 Chancen etwas ärgerlich vergeben wurden. Beim Stand von 20:20 war alles wieder offen. Es sollte die „schlechteste“ Phase der HSG folgen, wenn überhaupt von einer schlechten Phase gesprochen werden kann. Trotz einer 2 Minuten Zeitstrafe gegen Sulzbach schafften die HSG’ler es nicht sich wieder einen Vorsprung zu erarbeiten. Im Gegenteil. Sulzbach agierte extrem offen und schaltete blitzschnell um. Ein Fehlwurf und ein technischer Fehler brachten die HSG’ler in der 41 Minute mit 21:24 in Rückstand. Trainer Martin Wittlinger nahm folgerichtig eine Auszeit und schwor seine Jungs nochmals ein. Dies zeigte sofort Wirkung und die HSG kämpfte sich auch dank guter Paraden vom eingewechselte Torhüter Emre Baykara wieder bis zur 46. Minute zum 24:24 Ausgleich. Als Finn Graykowski 5 Minuten vor Spielende zum 29:28 traf lag eine Überraschung in der Luft. Wäre es der HSG gelungen einen gegebenen Strafwurf in dieser Phase unterzubringen, dann wäre es für Sulzbach mehr als schwer geworden. So legten nun die Sulzbacher immer 1 Tor vor und die HSG glich aus. Lukas Hölzel traf zum 30:30 und alle hofften, wenigstens 1 Punkt zu entführen. Sulzbach erhöhte im Gegenzug auf 30:31 und nach einem Lattentreffer von Marc Beerwart musste die HSG noch einen weiteren Treffer hinnehmen. Am Ende mussten sich die HSG’ler nach einer vorbildlich kämpfende Teamleistung mit 30:32 geschlagen geben. Den schönsten Treffer des Spieles erzielte Simon Blaschke per Kempazuspiel von Yannick Hüther.

    Am kommenden Sonntag, 11.12.2016 um 17:00 Uhr ist Landesliga Absteiger HB Ludwigsburg zu Gast in der Hardtwaldhalle in Rielingshausen.


    Es spielten: Sebastian Klöss und Emre Baykara (Tor), Marc Beerwart, Ulrich Magg (1), Lukas Hölzel (3), Stefan Schubring (2), Nick Duffner, Paul Strähle (4), Dennis Rehling (1), Finn Graykowski (5/1), Lennart Schüle, Simon Blaschke (5), Yannick Hüther (9/3).   

     

  •  HSG dreht in 2. Halbzeit Spiel gegen Bietigheim

    Am Sonntag war das Reserveteam Bietigheim 3 zu Gast in der Hardtwaldhalle. Die Zuschauer auf HSG Seite waren gespannt, wie die HSG sich nach der völlig unnötigen Niederlage in Vaihingen und 4 fehlenden Stammspielern präsentieren wird.

    Es entwickelte sich in den ersten 11 Minuten ein ständiger Schlagabtausch. Die HSG legte vor, aber Bietigheim verkürzte immer wieder erfolgreich. Immer wieder hatten die HSG’ler Probleme die Kreisanspiele der Bietigheimer in Griff zu bekommen. Torhüter Luca Frey konnte in dieser Phase einen Strafwurf vereiteln und sorgte dafür, dass Bietigheim nicht weiter wegziehen konnte. Im Angriff waren die Jungs von Trainer Martin Wittlinger aber immer noch zu zaghaft und scheiterten einige Male am Bietigheimer Schlussmann. Bejubelt wurde in dieser Phase der erzielte Treffer von Jungkreisläufer Nick Duffner, der zum ersten Mal mit seinen 17 Jahren einen Einsatz bei den aktiven Männer bekam. In der Folgezeit sorgte eine Manndeckung gegen Yannick Hüther für ein paar Abstimmungsprobleme im Angriff und die HSG’ler wirkten etwas überfordert. Dennoch war in der 25. Minute beim Stand von 11:12 noch alles offen. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen kam die HSG aus dem Rhythmus und erzielte keinen einzigen Treffer mehr bis zur Halbzeit. Bietigheim hingegen nutzte diese Phase um mit 11:14 in die Pause zu gehen.

    Bei den HSG Anhängern herrschte voller Pessimismus und der Glaube an eine Wende lief gegen null.

    Nachdem Bietigheim, trotz Anspiel der Marbacher nach Wiederanpfiff sogar auf 11:15 erhöhte, war es relativ ruhig geworden in der Hardtwaldhalle. Ein paar kleinere Umstellungen in der Abwehr und klarere Anweisungen für den Angriff von Trainer Martin Wittlinger zeigten noch keine Wirkung. Der eingewechselte Torhüter Emre Baykara peitschte seine Vorderleute an und entschärfte innerhalb 13 Minuten zahlreiche Würfe der Bietigheimer. Endlich drückte die HSG so richtig aufs Tempo und die Abwehr um Uli Magg und Stefan Schubring hatte nun den Bietigheimer Kreisläufer super im Griff. Marc Beerwart, Paul Strähle, Uli Magg und Paul Mayerhöfer sowie Simon Blaschke brachten mit ihren Treffern die HSG zum 17:17 Ausgleich. Als dann Paul Strähle abermals den Ball im Bietigheimer Tor versengte  und Paul Mayerhöfer mit einem weiteren schönen Treffer die HSG mit 19:17 in Führung brachte war der Kampfgeist, der Siegeswille deutlich bei den HSG Spielern sichtbar. Diesen Vorsprung verteidigten die HSG bis zur 51. Minute. Als dann Simon Blaschke nach einem tollen Direktpass von Emre Baykara erfolgreich abschloss war die Euphorie, dieses gewisse „Etwas“ in der ganzen Halle spürbar. Hochmotiviert und konzentriert, angetrieben von der eigenen starken Leistung und der Zuschauerkulisse gelangen der HSG noch 6 weitere Treffer, bei 3 Gegentreffern der Bietigheimer. Am Ende jubelten die HSG’ler ausgelassen über den psychologisch so wichtigen 27:22 Heimsieg.

    Am kommenden Samstag, 03.12.2016 müssen die HSG’ler zum schwierigen Auswärtsspiel in Sulzbach um 20:00 Uhr antreten. Dies wird für die HSG eine große Herausforderung, denn bis dahin werden sich die Reihen der verletzten Spieler definitiv nicht lichten.


    Es spielten: Luca Frey und Emre Baykara (Tor), Marc Beerwart (1), Ulrich Magg (2), Paul Mayerhöfer (7), Stefan Schubring (2), Nick Duffner (1), Marius Heinrich (1), Paul Strähle (2), Dennis Rehling, Finn Graykowski (2), Simon Blaschke (6), Yannick Hüther (3/1).

  • „Chancentod“ – HSG verliert gegen Tabellenletzten

    Es war schon fast schon „schockierend“ wie fahrlässig die Spieler der HSG Marbach-Rierlingshausen mit ihren zahlreichen Torchancen im Auswärtsspiel beim TV Vaihingen über die gesamte Spielzeit umgegangen sind.

    Bis zur 5. Spielminute lief alles noch einigermaßen gut und die HSG lag mit 3:1 in Front. Was sich danach aber abspielte war aus Sicht der HSG erschreckend. Klarste Torchancen wurden kläglich vergeben. Aufsetzer übers Tor, Latten- und Pfostentreffer oder einfach schlecht platzierte Würfe brachten die HSG in der 17. Minute mit 5:3 ins Hintertreffen. Als Uli Magg dann zum 6:6 in der 21. Minute ausgleichen konnte war alles wieder offen. Leider verletzte sich in dieser Phase auch noch ausgerechnet Kreisläufer Lukas Hölzel so schwer, dass er nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen konnte. Anstatt die HSG nun endlich ihr Spiel konsequent durchziehen würde, wurden überhastete Angriffe erfolglos abgeschlossen und immer wieder extrem nachlässig in der Abwehr agiert. So war es die logsiche Konsequenz dass bei 9:12 die Seiten gewechselt wurden.

    Zumindest gelang es nach Wiederanpfiff der HSG den Ausgleich zum 13:13 zu erzielen. Doch das war es leider wieder aus HSG Sicht. Der komplette Rückraum, außer Yannick Hüther, schaffte es nicht annähernd normales Leistungsniveau zu erzielen. In der Abwehr ließen die HSG’ler die Vaihinger viel zu einfach auf’s Tor werfen und mussten dadurch einfache Treffer hinnehmen. Trotz guter Paraden der beiden Torhüter Luca Frey und Sebastian Klöss, was den HSG’lern eigentlich den Rücken stärken hätte sollen, wurden weiterhin unzählige Torchancen kläglich vergeben. Auch eine von Trainer Martin Wittlinger genommene Auszeit in der 43. Spielminute brachte keinen Erfolg. Am Ende verlor die HSG 2 unnötige Punkte und musste mit einer 22:24 Niederlage die Heimreise antreten.

    „Es ist echt frustrierend wie wir uns hier präsentiert haben. Wir waren aus dem Rückraum völlig harmlos und bei 20 klar vergebenen Torchancen habe ich aufgehört mit zu zählen. So kann man gegen keinen Gegner gewinnen, nicht mal einen Blumentopf. Das war absolut kein Bezirksliganievau und einfach nur schlecht.Ich muss mir ja fast schon die Frage stellen, ob es an mir liegt, aber ich kann von der Bank aus nicht die Tore für die Jungs schießen. Jetzt hoffe ich vor allem, dass die Verletzung von Lukas Hölzel nicht so schlimm ist, denn das wäre noch ärgerlicher als die Niederlage“, war vom geknickten Trainer Martin Wittlinger nach dem Spiel zu hören.

    Bleibt als Fazit nur zu wünschen, dass die HSG bis zum kommenden Sonntag zum Heimspiel in der Hardtwaldhalle gegen die Reservemannschaft aus Bietigheim wieder zu ihren Stärken zurück findet.


    Es spielten: Luca Frey und Sebastian Klöss (Tor), Marc Beerwart (1), Ulrich Magg (1), Paul Mayerhöfer (1), Daniel Blaschke (1), Lukas Hölzel, Stefan Schubring (1), Roman Mattheis, Marius Blind (2), Dennis Rehling, Finn Graykowski (2), Yannick Hüther (13/3).